Bayerische Baumschulen entwickeln Vorsorge- & Hygienekonzept für den Verkaufen im Freien

 

München, Seit Ansteigen der Covid19-Infektionszahlen im Spätsommer 2020 arbeitet der Bund deutscher Baumschulen, Landesverband Bayern und der Erzeugerring für Hochbaumschulpflanzen Bayern e.V. in enger Abstimmung mit den angeschlossenen Mitgliedsbetrieben an einem optimierten Hygienekonzept, das das Risiko, sich unter freiem Himmel mit Corona zu infizieren, auf ein Minimum reduzieren bzw. ausschließen soll. Ziel ist u.a. die Eigenversorgung der Bevölkerung mit Obstgehölzen, Gemüsepflanzen und Sämereien zu ermöglichen.

 

 

Konkrete Maßnahmen

 

Kernpunkte des ausgearbeiteten Hygienekonzeptes sind Argumente, die über viele Vorgaben der aktuellen Verordnung hinausgehen UND noch weniger Risiken bergen als im vergangenen Sommer, als das Infektionsgeschehen sich bekanntermaßen sehr positiv zeigte.

Corona-VorsorgeCorona-VorsorgeFoto: EHB

Betriebe, die ihren stationären Einzelhandel in Anlehnung an dieses Vorsorge- und Hygienekonzept öffnen, erklären sich bereit, folgende Verpflichtungen einzugehen:

 

1) Verkauf und Beratung ausschließlich im Freien


Führende Virologen und Epidemiologen sehen im Freien nur ein äußerst geringes Risiko sich mit Covid19 zu infizieren. Insbesondere Aerosole verflüchtigen sich hier sehr rasch. Dies wird auch durch die sehr moderaten Infektionszahlen vom Frühjahr bis zum Herbst 2020 bestätigt.


Die Betriebe schließen bis auf weiteres sämtliche Indoor-Bereiche für den Publikumsverkehr. Der Bezahlvorgang wird ausschließlich im Freien oder durch ein „Corona-Fenster“* stattfinden. Einige Betriebe haben bereits seit November 2020 entsprechende Umbauten vorgenommen: Verlegung von Strom- und LAN-Kabeln ins Freie; wasserabweisende Vorrichtungen für sensible Kassentechnik, Kassentechnik auf mobile Rollwagen, geänderte Wegeführung, bauliche Veränderungen der Kassensituation (Fensterlösung*), ...


2) erweiterte Mindestabstände


2.1) Anzahl der gleichzeitig auf den Verkaufsflächen anwesenden Kunden wird gedeckelt. Mit 50 m2 Verkaufsfläche je Kunde wird mehr als eine Verdopplung der bisher in der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vorgeschriebenen Mindestfläche erreicht.
2.2) erweiterte Mindestabstände von 2 Metern


3) Restriktivere Maskenpflicht für alle Mitarbeiter im Verkauf sowie für Kunden ab Verlassen des Fahrzeugs. Kunden, die sich der Maskenpflicht verweigern, werden zum umgehenden Verlassen der Verkaufs- und Parkplatzflächen aufgefordert. Für grundsätzlich willige Kunden werden FFP2-Masken (oder vergleichbare) von den Betrieben angeboten.


4) Möglichkeit der Desinfektion der Hände sowie von Einkaufshilfen (Wagen, Körbe, etc), sowohl beim Betreten wie auch beim Verlassen des Verkaufsgeländes.


5) Bezahlvorgänge erfolgen möglichst kontaktlos: Bei PIN-Eingaben mit Kredit- oder EC-Karten werden Einmalhandschuhe zur Bedienung des Tastaturfeldes angeboten.


6) Darüber hinaus ist die Einhaltung der bisher üblichen Vorsorge- und Hygieneregeln eine Selbstverständlichkeit. Entsprechende Hinweisschilder mit weiteren, eindeutigen Empfehlungen können die Betriebe selbst drucken, im Betrieb anbringen und zur Kundeninformation nutzen.


Fazit:

 

Durch Kombination o.g. Punkten erreichen die Baumschulen einen deutlich höheren Vorsorge- und Hygienestandard als er z.B. im Lebensmitteleinzelhandel, auf Wochenmärkten oder in allen per Ausnahmeregelung weiterhin zur Öffnung im Einzelhandel genehmigten Indoor-Ladengeschäften besteht.

 


* nach innen zu öffnendes/aushängbares Fenster. Auf den Fensterrahmen wird außen bündig eine Plexiglasscheibe so verbaut, dass sich lediglich im unteren Bereich eine Öffnung von maximal 15 cm ergibt, über die Bezahlvorgänge sowie eine Übergabe von Geschäftspapieren möglich ist.