Konjunkturpaket: Klimawandel weit dramatischer als Corona

 

Inmitten der Corona-Epidemie und den Auflagen der Kontaktvermeidung nutzen viele Menschen Wald und Flur sowie Parks und Gärten als Zufluchtsort. Die Einschränkungen haben unser kollektives Bewusstsein für die vielen Vorteile der Natur geschärft - von der Ruhe im Freien über saubere Luft und sauberes Wasser, natürliche Ressourcen, die Unterdrückung von Krankheiten bis hin zur Fähigkeit, den Klimawandel zu verlangsamen und uns vor seinen Auswirkungen zu schützen. Wenngleich das zuletzt genannte Thema aktuell etwas in den Hintergrund geriet, so könnte sich die Klimakrise weit dramatischer auswirken als die COVID-19-Pandemie. Die zunehmenden Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis sind eindeutig. Wir sind mehr denn je aufgerufen, uns nachhaltig dem Klimawandel zu stellen und die biologische Vielfalt zu erhalten.

Buche im GegenlichtBuche im GegenlichtFoto: EHB

Corona Vorsorge – Baumschulen bringen sich konstruktiv ein

 

München, 26. März 2020: Selbstverständlich ist es nachvollziehbar, dass gesundheitliche Aspekte gegenüber wirtschaftlichen Überlegungen Vorrang haben. Der BdB Landesverbandes Bayern hat dem Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gegenüber auf die besondere Situation der Baumschulen hingewiesen und umfangreiche Vorsorgemaßnahmen vorgeschlagen, die einige Betriebe in einem gesamtheitlichen Hygienekonzept bereits vor der Ausgangssperre freiwillig umsetzten:

 

1.) Beschränkung der Kundenzahl:

        • Einlassempfehlung nur für Einzelkunden: keine Familienausflüge
        • überschau- und kontrollierbare Limitierung der Kundenzahl im Markt: Endverkaufsbaumschulen verfügen in der Regel über weitläufige Verkaufsgelände, auf denen die Kunden zueinander deutlich mehr Abstand halten können als z.B. im Lebensmitteleinzelhandel. In der Regel stehen jedem Kunden mindestens 50 m² zur Verfügung. Dies ermöglicht deutlich größere Abstände als von die politisch diskutierten 20 m².

2.) erweiterte Sicherheitsabstände von mindestens 2 Metern

Corona-VorsorgeCorona-VorsorgeFoto: EHB

Corona trotzen:  „Kontaktlose“ Lieferung, Pflanzung & Pflege

 

Der Frühling lässt sich auch vom Corona-Virus nicht aufhalten. Die Natur startet voll durch und der eigene Garten ist für Viele ein letzter sicherer Rückzugsort an der frischen Luft. Auch der liebgewonnene Urlaub wird in diesem Jahr für die meisten wohl zuhause stattfinden. Um das heimische Idyll zu verschönern und später im Sommer/Herbst eigenes Obst sowie Gemüse ernten zu können, kann man auch jetzt trotz Corona Pflanzen kaufen, setzen und/oder liefern lassen!

 

Mit Inkrafttreten der Ausgangssperre mussten auch die Baumschulen in Bayern ihren Endverkauf vorübergehend schließen. Damit Privatkunden weiterhin in ihrem grünen Reich werkeln und pflanzen können, bieten viele bayerische Baumschulen einen regionalen Lieferservice an - sofern gewünscht mit Pflanzung. Verkauft werden Pflanzen für Haus

Lieferung und BeratungLieferung und BeratungFoto: BdB

Veitshöchheimer Baumschultag im Zeichen von Wasser, Klimawandel & Biodiversität

 

(30. Januar 2020) Veitshöchheim - Bereits zum 25. Mal traf sich die Baumschulbranche am Donnerstag, den 23. Januar in den Mainfrankensälen. Mit den diesjährigen Themenschwerpunkten Wasserknappheit, Klimawandel und Artenschwund standen die Herausforderungen der globalen Megathemen auf dem Programm. Kein Wunder also, dass die Veitshöchheimer Mainfrankensäle mit knapp 300 Experten aus ganz Deutschland, der Schweiz, Österreich und den Niederlanden gut besucht waren. Neben aktuellen Ergebnissen aus der Forschungsarbeit der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) wurden auch konkrete Lösungsansätze für die Praxis diskutiert – denn jeder gepflanzte Baum zählt!

 

Dr. Hermann Kolesch, LWG-Präsident, rief die bayerischen Baumschulen dazu auf, den Dialog zu den Kunden zu suchen.Dr. Hermann Kolesch, LWG-Präsident, rief die bayerischen Baumschulen dazu auf, den Dialog zu den Kunden zu suchen.LWG Veitshöchheim

Landwirtschaftsministerin Kaniber eröffnet Aktion „Treffpunkt Baumschule"

"Roter Aloisius und seine himmlischen Freunde"

 

(5. September 2019) Gundelfingen, Lkr. Dillingen – Allerorten wird derzeit zu großen Baumpflanzaktionen aufgerufen, um das Klima zu retten, dem Insektensterben entgegen zu wirken und/oder die Biodiversität zu fördern. Seit langem schon sind Wissenschaftler und Fachleute der Baumschulbranche damit beschäftigt, Sorten zu suchen, die den vielfältigen künftigen Anforderungen gerecht werden. Auch Bayerns Gärten sind wichtige Lebensräume für Bienen und Insekten. Die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat daher die Gartenbesitzer aufgerufen, bei der Auswahl ihrer Gehölze besonders auf  die Bienen- und Insektenfreundlichkeit zu achten. „Die Gartenbesitzer können einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt leisten, wenn sie in ihren Gärten nicht nur Blühpflanzen, sondern auch heimische Zier- und Obstgehölzen pflanzen, die Insekten möglichst viel Nahrung bieten“, sagte die Ministerin in Gundelfingen bei der Eröffnung der 2019 bayernweiten Aktion „Treffpunkt Baumschule – schauen wo’s wächst“.

 

Staatministerin Michaela Kaniber und Michael Kutter, Vorsitzender Bund deutscher Baumschulen (BdB) Landesverband Bayern, bei der Präsentation der LWG Broschüre.Staatministerin Michaela Kaniber und Michael Kutter, Vorsitzender Bund deutscher Baumschulen (BdB) Landesverband Bayern, bei der Präsentation der LWG Broschüre.